Erasmusgruppen präsentieren ihre Projekte zum Mar Menor

Auftakt der ErasmusDays am Gymnasium Nordenham:
Erasmusgruppen präsentieren ihre Projekte zum Mar Menor

Ein Abend mit Theater, Fotos, digitalen Medien und europäischem Engagement

Zum Auftakt der diesjährigen ErasmusDays wurde es in der Aula des Gymnasium Nordenham am Abend des 30.09. besonders spannend: Unsere Erasmusgruppen aus den ehemaligen Jahrgängen 8 und 9 präsentierten die Ergebnisse ihrer Projektarbeit, die im Rahmen ihrer Erasmusmobilitäten im Frühjahr 2026 in Spanien entstanden sind.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich während ihrer Aufenthalte intensiv mit einer gemeinsamen europäischen Herausforderung beschäftigt: der Umweltproblematik des Mar Menor.

Das Mar Menor ist die größte Salzwasserlagune Europas und liegt an der Südostküste Spaniens in der Region Murcia, direkt am Mittelmeer. Von diesem wird sie durch die schmale, rund 20 Kilometer lange Landzunge La Manga getrennt. Mit ihrer besonderen Landschaft und ihrem empfindlichen Ökosystem ist die Lagune von großer ökologischer Bedeutung. Gleichzeitig steht das Mar Menor seit Jahren unter erheblichem Umweltdruck. Unter anderem führen Nährstoffeinträge aus dem Umland zu einer starken Belastung des Ökosystems und zu wiederkehrenden Problemen mit der Wasserqualität.

Genau mit dieser Thematik setzten sich unsere beiden Erasmusgruppen während ihrer jeweiligen Aufenthalte auseinander. Die Gruppen waren zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten in Spanien unterwegs und arbeiteten jeweils an eigenen Projekten.

Zwei Gruppen – zwei ganz unterschiedliche Präsentationen

Die Schülerinnen und Schüler der heutigen Jahrgangsstufe 9, die ihre Erasmusfahrt im vergangenen Schuljahr als Jahrgang 8 nach Cartagena unternommen hatten, präsentierten ein selbst entwickeltes Theaterstück mit dem Titel:

„Tatort Mar Menor – Das Schweigen der Seepferdchen“

Mit viel Kreativität und Engagement brachten die Schülerinnen und Schüler die Umweltproblematik des Mar Menor auf die Bühne. Im Mittelpunkt des selbst entwickelten Theaterstücks stand dabei ein fiktiver Gerichtsprozess: Hier drehte sich alles um die Frage: Wer trägt eigentlich die Schuld an der schwierigen Situation des Mar Menor?

Im Laufe der Verhandlung kamen unterschiedliche Perspektiven und mögliche Verursacher zu Wort. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich dabei auf kreative Weise mit den verschiedenen Faktoren auseinander, die zur heutigen Situation der Lagune beitragen. Dabei blieb es nicht allein bei einer klassischen Theateraufführung: In das Stück wurden zahlreiche digitale Elemente integriert. Videos, Audios und weitere Ergebnisse der Projektarbeit ergänzten die Handlung und machten die Aufführung zu einer abwechslungsreichen und multimedialen Auseinandersetzung mit der Umweltproblematik.

Die heutige Jahrgangsstufe 10, die im vergangenen Schuljahr als Jahrgang 9 in Pliego unterwegs war, hatte sich ebenfalls intensiv mit dem Mar Menor auseinandergesetzt und präsentierte ihre Ergebnisse in Form einer:

Fotostory mit dem Titel „Mar Menor – The Lagoons voices“

Auch hier wurde die klassische Präsentationsform durch zahlreiche digitale Elemente erweitert. Videos, Audioaufnahmen und Slide-Shows wurden in die Fotostory eingebunden und machten die Präsentation zu einem multimedialen Gesamterlebnis.

Von der Erasmusfahrt zum eigenen Projekt

Besonders schön war dabei zu sehen, dass die Erasmusmobilitäten nicht mit der Rückkehr nach Deutschland endeten. Die Erfahrungen, Eindrücke und Begegnungen aus Spanien wurden weitergetragen und in kreative eigene Projekte verwandelt.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich nicht nur mit einer für sie zunächst vielleicht weit entfernten Umweltproblematik beschäftigt. Sie setzten sich auch mit der Frage auseinander, welche Verantwortung wir als Europäerinnen und Europäer für unsere gemeinsame Umwelt tragen können.

Ein Abend für die Umwelt – und für AMARME

Der Präsentationsabend war für Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte geöffnet. Der Eintritt war bewusst kostenfrei. Stattdessen gab es die Möglichkeit, für AMARME (Alianza Mar Menor) zu spenden – eine Umweltorganisation, mit der die Schülerinnen und Schüler während ihrer Erasmusarbeit in Spanien zusammengearbeitet hatten.

Dabei kamen insgesamt 250 Euro zusammen!

Das Geld soll bei der nächsten Mobilität unserer Schule in die Region an die NGO übergeben werden.

So bleibt etwas von unserem Erasmusprojekt auch dort, wo die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen gesammelt haben: in der Region des Mar Menor.

… Einen Einblick in den Abend gibt es im untenstehenden Video-Zusammenschnitt …

de_DEDE