Karl-Heinz Breves macht gar kein Geheimnis daraus, dass am Nordenhamer Gymnasium noch wenigen Jahren die Berufsvorbereitung gegenüber der Allgemeinbildung zu kurz gekommen ist. Auch die Kontakte zwischen der Schule und der regionalen Wirtschaft waren nicht gerade intensiv. Doch mittlerweile hat sich nach Angaben des Lehrers die Situation deutlich geändert. Nach einem neuen Konzept bekommen die Schüler das Angebot, sich auf unterschiedliche Art und Weise über die Arbeitswelt und Studienfächer zu informieren. Dazu gehörten in dieser Woche zwei Projekttage zum Thema Berufswahl.
Koordinator Breves
Karl-Heinz Breves koordiniert am Gymnasium die Berufsvorbereitung und wird dabei von seinem Kollegen Gerhard Groen unterstützt. Die beiden Lehrer bewerten die Informationstage, an denen rund 150 Elft- und Zwölftklässler der zusammengelegten Jahrgangsstufe Q1 teilnahmen, als einen Erfolg. Erstmals fand diese Berufsvorbereitung in der Schule statt, nachdem im Vorjahr die angehenden Aburienten noch zu einem Seminar nach Lingen gefahren waren. Durch den Doppeljahrgang sind die Schülerzahlen aber derart angestiegen, dass ein Aufenthalt in Lingen zu einer höchst aufwendigen Angelegenheit geworden wäre. So machten Karl-Heinz Breves und Gerhard Groen aus der Not eine Tugend und entschlossen sich, die Projekttage in der Schule auszurichten.Die Gymnasiasten - auch etwa 40 Schüler der Jahrgangsstufe 13 nutzten die Informationsmöglichkeiten - konnten am Montag und Dienstag 6 von 42 Beratungsangeboten in Anspruch nehmen. Als Ansprechpartner waren Arbeits- und Studienberater sowie Vertreter verschiederenr Unternehmen und Behörden vor Ort. Die Schüler bekamen Auskünfte aus erster Hand über die beruflichen Anforderungen und Ausbildungswege. Zudem konnten sie sich Tipps für das Anfertigen von Bewerbungen und das Verhalten in Vorstellungsgesprächen geben lassen.

Betriebe aus der Region
Ganz bewusst haben Karl-Heinz Breves und Gerhard Groen den Schwerpunkt auf Betriebe aus Nordenham und Umgebung gelegt. „Wir wollen den Schülern zeigen, dass es hier im Nahbereich genügend Ausbildungsmöglichkeiten gibt”, sagte Gerhard Groen. So waren zum Beispiel E.on, Premium Aerotec, das Amtsgericht und die NWZ vertreten.Auf ein besonderes Interesse stießen bei den Schülern die dualen Studiengänge, bei denen die jungen Leute eine Ausbildungsvergütung bekommen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: „Es geht um die Kosten”, sagt Karl-Heinz Breves mit dem Hinweis, dass „Studiengebühren abschreckend wirken”.